Im Titelschutz Magazin Mai 2019 wurden 37 neue Titelschutzanzeigen veröffentlich. In der 54. Ausgabe des Titelschutz Magazins wird auf ein Urteil des OLG Frankfurt hingewiesen, in dem die Frage zum urheberrechtlichen Zitatrecht verhandelt wurde.

Titelschutz Magazin Mai 2019 -Titelschutzanzeigen-

  • Bavarazzi
  • Das Sixpack der gelungenen Kommunikation
  • Der Wanderer – Das Buch der Angst
  • Der Wanderer – Das Buch der Angst
  • Die Traumfabrik
  • Fuji, ich komme!
  • Gemeinwohlbericht
  • Hans Hammers Himmelfahrt – gibts auch ein Le­ben nach dem Champagner?
  • Hans Hammers Himmelfahrt
  • IDEALER FÜHRER oder ZWEISTROM – SOZIALIS­MUS Rettungsanker für die Menschheit?
  • Letzte Spur Berlin, Hoffnung – Sehnsucht – Wahrheit
  • Magie der Macht und Lust
  • Martha & Lulu
  • Martha und Lulu‘ s Freunde
  • Midclass Rebel
  • Miracle of Rock
  • Mittelklasse-Rebell
  • Mittelklasserebell
  • Münchner Transeamus
  • Pleiten, Pech & Populisten
  • RECHTS VOR LINKS
  • Schwaben Magazin
  • Smart Weekly
  • Transeamus
  • Transformation Leader
  • Traumfabrik
  • Tumor ist, wenn man trotzdem kocht
  • Tumor ist…
  • Tuna – Bilim ve Kültür-Sanat Dergisi
  • Tuna – Zeitschrift für Wissenschaften, Kunst und Kultur
  • Vom Slumgirl zur Botschafterin
  • VR-MeinService
  • Wir sind das Volk Demokratischer Sozialismus – Der neue Weg Eine Steitschrift

Titelschutz Magazin Mai 2019 -Urteile-

Urheberrechtliches Zitatrecht kann auch umfang­reiche schriftliche Zitate eines mündlichen Vortrags decken

Hält ein Autor eine frei zugängliche Vorle­sung, können auch umfangreiche Zitate aus die­ser Rede innerhalb einer sich mit dieser Vorle­sung auseinandersetzenden Berichterstattung zulässig sein. Die Voraussetzungen für die Rechtfertigung von Zitaten (§ 51 UrhG) sind über die gesetzlichen Anforderungen hinaus nicht davon abhängig, ob das in öffentlicher Rede gehaltene Sprachwerk vor der Zitierung schriftlich erschienen ist. Dies gilt auch, wenn das Sprachwerk die Intimsphäre des Urhebers betrifft, urteilte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) mit heute veröffentlichtem Ur­teil.

Der Kläger ist Schriftsteller, die Beklagte ist ein Presseunternehmen und betreibt ein Online­medium. Der Kläger hielt im Frühjahr 2018 im Rahmen einer Gastdozententätigkeit eine frei zugängliche Vorlesung. Die Beklagte berichtete am Folgetag ausführlich über diesen Vortrag. Dabei gab sie in mehreren Textblöcken wörtliche Zitate aus der Rede wieder, in denen auch per­sönliche Erlebnisse des Klägers geschildert wor­den waren.

Der Kläger begehrt nun im Eilverfahren, der Beklagten die Vervielfältigung und Verbreitung konkreter Textpassagen mit seinen Zitaten zu untersagen. Das Landgericht hatte diesem An­trag stattgegeben. Das OLG hat auf die Beru­fung der Beklagten hin die einstweilige Verfü­gung aufgehoben. Die Berichterstattung sei rechtmäßig, stellte das OLG fest. Die wiederge­gebenen Textpassagen seien zwar als Sprach­werke urheberrechtlich geschützt. Die Veröffent­lichung sei jedoch über das sog. urheberrechtli­che Zitatrecht (§ 51 UrhG) gerechtfertigt:

Der Kläger habe selbst „das Sprachwerk in freier Rede der Öffentlichkeit in Gestalt der Zu­hörer seiner Vorlesung zugänglich gemacht“. Ein Zitat in Schriftform – wie hier – setze nicht vor­aus, dass die Erstveröffentlichung ebenfalls in Schriftform erfolgte. Die Beklagte habe die Zita­te auch im Rahmen eines Artikels verwendet, der seinerseits ein eigentümliches und originel­les Sprachwerk darstelle. Schließlich sei die Wie­dergabe der Textteile durch den zulässigen Zi­tatzweck gedeckt. „Die Zitatfreiheit soll die geis­tige Auseinandersetzung mit fremden Werken erleichtern“, betont das OLG, „sie gestattet es nicht, ein fremdes Werk … nur um seiner selbst willen zur Kenntnis der Allgemeinheit zu bringen“. Der Zitierenden müsse „eine innere Verbindung zwischen dem fremden Werk… und den eigenen Gedanken herstell(en) und das Zi­tat als Belegstelle oder Erörterungsgrundlage für selbständige Ausführungen des Zitierenden er­schein(en)“ lassen. Dies sei hier der Fall. Der Artikel gebe nicht lediglich den Kern des Vor­trags wieder. Er beschreibe vielmehr in eigener Art und Weise, wie der Kläger private Umstände im Rahmen seines Vortrags offenbarte und wel­che Reaktionen und Fragen er damit beim Publi­kum und der Autorin des Artikels auslöste. „Die Wiedergabe der Textstellen dient damit nicht le­diglich der Illustration der Berichterstattung, sondern beschreibt und erläutert sie und ermög­licht es dem Leser, die Einordnungen der Autorin selbst nachvollziehbar zu machen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen“, urteilt das OLG.

Der Umfang der hier verwendeten Zitate sei ebenfalls noch vom Zitatrecht gedeckt. Zulässig sei das Zitieren in einem insgesamt vernünfti­gen und sachgerechten Umfang unter Berück­sichtigung der Einzelfallumstände. Dieser Rah­men werde hier eingehalten. Der Artikel stelle „den Versuch dar, sich dem Kläger anzunähern, ihn und sein Leben, insbesondere sein literari­sches Schaffen, gerade im Hinblick auf die in der Vorlesung wiedergegebenen Geschehnisse zu verstehen und zu überdenken“. Die Zitate seien hier in die Darstellungen und Erläuterun­gen der Autorin auf verschiedenen Ebenen ein­bezogen und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet worden. Der Artikel reihe die Zitate gerade nicht lediglich aneinander, sondern folge einer eigenen Dramaturgie. Insgesamt lägen da­mit die Voraussetzungen für eine rechtmäßige Zitierung nach § 51 UrhG vor, die nach dem Ge­setz auch nicht anderen Anforderungen unterlie­ge, wenn der Urheber sich – wie hier – ent­schlossen habe, ein seine Intimsphäre be­rührendes Sprachwerk zu veröffentlichen.

Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 18.04.2019, Az. 11 U 27/18

Titelschutz Magazin Mai 2019 -Preise und Auszeichnungen

  • Josef Breitbach Preis
  • Die Stiftung Joseph Breitbach und die Akade­mie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz verleihen den Joseph-Breitbach-Preis 2019 an den Schriftsteller Thomas Hettche. Mit Thomas Hettche würdigt die Jury »einen eminenten Stilisten, der die gesellschaftlichen Entwicklungen und ­ästhetischen Debatten der letzten Jahrzehnte in innovativer Form mitge­staltet hat und seit seinem 1989 erschienenen Romandebüt ›Ludwig muß sterben‹ zu den her­ausragenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gehört. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert
  • Kranichsteiner Literaturpreis Den Kranichsteiner Literaturpreis erhält 2019 die Autorin Nora Bossong. Das teilte der Deut­sche Literaturfonds mit. In der Jury-Begründung heißt es: „Nora Bossong schreibt Romane, Ge­dichte, Essays und Reportagen – und ist in all diesen literarischen Genres eindrucksvoll zu Hause. Der Preis ist mit 30.00 Euro dotiert Für den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominierte die Jury Helene Bukowski, Karoline Menge und Katharina Mevissen. Alle drei Kandi­daten werden sich am 6. Dezember um 11:30 Uhr in einer öffentlichen Lesung in der Eleono­renschule in Darmstadt um den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Fachjury bewerben ud um den Preis der Schülerjury. Die Jury hat weiterhin zwei Aufenthaltssti­pendien des Deutschen Literaturfonds vergeben: Das 10-wöchige Aufenthaltsstipendium im Deutschen Haus der New York University erhält in diesem Jahr der in Berlin lebende Autor Jan Brandt. Das ebenfalls 10-wöchige London-Stipen­dium an der Queen Mary University sprach die Jury Norbert Zähringer zu, der ebenfalls in Ber­lin lebt.

Titelschutz Magazin Mai 2019 -Ausschreibungen-

  • Deutscher Wirtschaftsbuchpreis „Wirtschaft verstehen“ ist das Motto des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises. Mit dem Preis sollen eine Autorin oder ein Autor ausge­zeichnet werden, die einem breiten Publikum ökonomi­sche Zusammenhänge verständlich na­hebringen und das Thema Wirtschaft in beispiel­hafter Wei­se behandeln. Ausgeschrieben wird der Preis von den drei Partnern Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und der Investmentbank Goldman Sachs. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Bewerbungsschluss: 31.07.
  • NDR Kultur Sachbuchpreis Der Wettbewerb um den NDR Kultur Sach­buchpreis beginnt: Bis zum 15. August können Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Bewerbungen für die Auszeichnung einreichen, die zu den bedeutendsten des Gen­res zählt. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis würdigt nun im elften Jahr eine herausragende Autorinnen- oder Autorenleistung, die gesell­schaftlich, kulturell und wissenschaftlich relevant­e Themen für ein großes Publikum öffnet und zum Diskurs anregt. Bewerbungsschluss: 15.08.
  • Lyrikpreis Meran Im kommenden Jahr findet der traditionsrei­che Lyrikpreis Meran zum 15. Mal statt, in die­sem Jahr wird er im gesamten deutschsprachi­gen Raum ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt sind alle Deutsch schrei­benden Autorinnen und Autoren, die wenigstens einen eigenständigen Lyrik- oder Prosaband in einem Verlag (kein Eigenverlag) veröffentlicht haben. Bewerbungsschluss: 31.07.

Titelschutz Magazin Mai 2019 -Weiterbildung-

  • Zusammenarbeit mit Dienstleistern und Freelan­cern Für die erfolgreiche Umsetzung werden Pro­jekte oder Teilprojekte häufig an Dienstleister ausgelagert. Die Abstimmung gehört zu Ihrem täglichen Geschäft? Dann wissen Sie, dass dabei einiges schief gehen kann: Missverständnisse bei den fachlichen Anforderungen und Unzufriedenh­eit mit der gelieferten Qualität, sich ständig ver­schiebende Termine und Kosten, die aus dem Ruder laufen. Anhand von Best Practi­ces für alle Phasen des Dienstleistermanage­ments vermittelt Ihnen dieses Seminar das not­wendige Rüstzeug für erfolgreiche Projekte. Denn entscheidend ist, dass sich die Zusammena­rbeit mit Dienstleistern möglichst einfach, transparent und produktiv ge­staltet. Datum und Ort: 4.9/5.9. Frankfurt Anbieter: Mediacampus Frankfurt

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